1. U-12 Pokal 2019

Erstes U-12 Pokalschießen im Bezirk 012 Schützenkreis Dinslaken auf RedDot Schiessanlagen

Am 12. Januar war es dann endlich soweit und die neuen RedDot-Anlagen konnten offiziell übergeben werden. In Anwesenheit des Hauptsponsors, Reinhard Hoffacker von der Niederrheinischen Sparkasse Rhein-Lippe (Nispa) und vom Landesjugendleiter Stephan Oesterbeck wurde das erste U-12 Schießen im neuen Jahr dann auch der Beginn einer neuen Schießära im Bezirk.

19 Schülerinnen und Schüler traten mit den für sie bisher ungewohnten neuen Schießanlagen zum Wettkampf an. Nach einem ausreichend langen Probeschießen mit den zum System gehörenden Gewehrattrappen  wurden sehr gute Ergebnisse erzielt.

Seit 2002 werden, anfangs nur im Schützenkreis Dinslaken, U-12 Schießen für Kinder unter 12 Jahren auf SCATT-Anlagen ausgerichtet. Initiator war der damalige stellvertretende Jugendleiter Hermann Oeckinghaus. Diese Tradition hat dann nach 12 Jahren seine Tochter und jetzige stellvertretende Jugendvorsitzende Claudia fortgeführt.

Die Zeit geht weiter und besonders die technischen Möglichkeiten. So kam es im vergangenen Jahr dann zu der Überlegung, ein zukunftsorientiertes System anzuschaffen. Wettkampf geeignet sind zurzeit Schießsimulatoren der Laserklasse 1.

Die Bezirks Jugend um Sandra Terhorst und Claudia Oeckinghaus sind schnell bei der Firma Disag fündig geworden. Auch die Bezirkssportleitung und insbesondere der Vorsitzend waren schnell begeistert und um Spenden bemüht.

Angeschafft wurden jetzt 5 Gewehrsimulatoren und eine Pistolenanlage.

Zukunftsorientiert werden die bisherigen U-12 Schießen auch weiterhin als Pokalschießen, als Kreismeisterschaft, als Bezirksmeisterschaft und 2019 zum zweiten Mal auch als Landesmeisterschaft angeboten.  

Wir bedanken uns bei der Nispa für die freundliche Unterstützung durch Fördermittel der Bürgerstiftung und wünschen unseren Schülerinnen und Schülern viel Erfolg bei den bevorstehenden Meisterschaften.

Was sind RedDot Schießsysteme und wie funktionieren sie?

Ist die RedDot-Anlage mit einem Laserpointer zu vergleichen?

Mit einem Laser ist das RedDot System nicht zu vergleichen.

Ich würde RedDot auch nicht gerade als eine verbesserte Version eines Laserpointers bezeichnen. Laserpointer sind in Deutschland verboten, weil sie das Ziel anstrahlen!

Beim Laser liegt der Vorteil darin, dass man nicht über die Visierung zielen muss, sondern quasi aus der Hüfte zielen kann. Genau das ist verboten.

Ein RedDot ist vom Prinzip ein Spiegelvisier. Man blickt durch eine teilverspiegelte Linse auf das Ziel. Die teilverspiegelte Linse reflektiert das Licht der Leuchtdiode, die vor der Linse auf diese strahlt. Blickt man durch die Linse, so sieht man im unendlichen(Ziel) den roten Punkt. Durch drehen der Linse wird dieser Punkt auf den Treffpunkt justiert. Die Qualität des RedDot zeigt sich vor allem dadurch, wie klein und scharf der Punkt im Ziel sichtbar ist. Auch die Helligkeit kann man der
Umgebungshelligkeit anpassen.

Die Edelversion des Red Dot ist das Holo Sight, hier wird der Wellencharakter des Lichts ausgenutzt. Durch eine Holografie, die durch einen kleinen Laser angestrahlt wird, wird ein Zielbild nach Wahl auf der Linse generiert. Dabei sieht man nicht nur einen Punkt, sondern man kann durch Ringe und Strichanordnungen schauen, mit denen man den Treffpunkt bei unterschiedlicher Entfernung korrigiert.

Einen wesentlichen Unterschied gibt es dann auch noch beim Zielen:
Beim Zielen kneift man ein Auge zu, wogegen beim Pointer beide Augen durch die Röhre schauen. Aber nicht den Punkt fixieren, sondern das Ziel.

Deswegen ist der Punkt eben nur für den Schützen im Rohr sichtbar.

Man kann durchaus auch schief in das Rohr schauen. Sobald der Punkt sichtbar ist, schießt man auch auf diese Stelle. Man musst aber schon einen guten RedDot nehmen, da bei den billigen der Punkt fast so groß wie das Rohr selber ist und das bringt’s nicht!

 

Professionelles Laserschießen für Kinder

Durch zahlreiche Änderungen im deutschen Waffenrecht ist es für die Vereine immer schwieriger geworden, Nachwuchsförderung zu betreiben. Die Altersbeschränkung „ab 12 Jahren“ macht es vielen Schützenvereinen schwer, mancherorts fast unmöglich, Kinder und Jugendliche zu gewinnen und für den Schießsport zu begeistern. Das Laserschießen bietet nun die Möglichkeit, diesem negativen Entwicklungstrend entgegenzuwirken. Ohne die vom Waffengesetz geforderte Altersbeschränkung können schon Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren die Faszination Schießsport erleben. Das Laserschießen ist ein Muss für jeden zukunftsorientierten Verein.

Weil die Schüsse mit höchster Präzision gemessen werden, macht das Schießen mit dem RedDot System so richtig Spaß. Praktisch, dass wir mit verschiedensten Laserwaffen gleichzeitig schießen können, weil nun endlich Freundschaftswettkämpfe gegen die Kinder aus anderen Vereinen ausgetragen werden können.

In Anpassung zur Körpergröße ist am Gewehr alles verstellbar. Ob Anfänger oder „alte Hasen“, das Gewehr passt sich unseren Anforderungen an. Und weil sogar noch ein Matchabzug und Matchdiopter dabei sind, können auch die Jüngsten mit dem Anspruch der Großen schießen.

Es gibt auch die Laserpistole. Diese wiegt gerade mal 350 g und der Kindergriff ist für Rechts- und Linksschützen geeignet. Mit der Auswahl zwischen Gewehr und Pistole findet bestimmt jeder das passende Sportgerät.

Damit man auch alle Ergebnislisten und Schussbilder mit nach Hause nehmen kann, umfasst das RedDot System eine kinderleicht bedienbare Software für das Notebook im Schützenhaus. Der integrierte Biathlonmodus macht nicht nur den Kindern Spaß!

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