Anlage 3 Unterhebel

Anlage 3       Regeln für das Schießen mit Unterhebelrepetierer für die
Bezirksmeisterschaft 2015  -  Bezirk 012

 

                      ab Landesmeisterschaft siehe Ausschreibung LM

 

^                    (dann beim BEZ Analog Land)

 

1.                    

 

                 Waffen

 

                 Disziplin I: Lever Action Gewehre im Kaliber 22lfB  (22lr.)

 

                 Disziplin II: Lever Action Gewehre für Zentralfeuermunition.

 

                 Zugelassen sind Unterhebelrepetiergewehre, deren Modelle vor 1900

 

                 entwickelt wurden. Zugelassen sind auch entsprechende Repliken.

 

 

 

1.1            Auf jeder Feuerwaffe müssen in Deutschland gültige Beschusszeichen nach

 

                 gesetzlichen Vorschriften vorhanden sein.

 

                 Ausnahme = Originale vor Einführung der Beschusspflicht.

 

 

 

1.2            Bekleidung

 

                 Spezialbekleidung, wie Schießjacke nach Regel 1.2.3 SpO, Schießhose nach

 

                 Regel 1.2.4 SpO und Schießschuhe nach Regel 1.2.5 SpO, ist nicht erlaubt.

 

 

 

1.3            Abzug

 

                 Mindestens 1000 g. Der Abzugswiderstand darf nicht mit bloßer Hand regulierbar sein.

 

 

 

1.4            Mündungsbremsen                  Sind nicht gestattet.

 

 

 

1.5            Ladekapazität                           Mindestens 5 Patronen.

 

 

 

1.6            Laufbeschwerungen                Sind nicht gestattet.

 

 

 

1.7            Gewicht

 

                 Gewicht ohne Limit, jedoch darf das Gewicht der Originalwaffe nicht überschritten werden.

 

 

 

1.8                 Schäftung

 

                 Schäftung wie Original. Lochschaft, Handballenauflage oder jede Art von

 

                 Handstütze gemäß der SpO sind nicht gestattet.

 

 

 

1.9                 Visierung

 

                

 

    Offene „typgemäße“ Visierung (keine Matchvisierung u. ä.), alternativ Lochkimme, mit kleinem

 

                 Schraubteller. Visierdiopter u. ä. sind nicht erlaubt.

 

                 Erlaubte Lochkimme: Eine eventuelle vorhandene Seitenverstellung darf nicht mit bloßer Hand

 

                 regulierbar sein (ggf. mittels Madenschraube o. ä. blockieren).

 

                 Maximaler Außendurchmesser des Schraubtellers 14 mm.

 

                 Mindest-Lochdurchmesser (Durchblick) 1,5 mm. Zusätzliche Einsätze sind nicht erlaubt. Maximal

 

                 sind zwei Zielhilfen erlaubt, keine "Dreipunktvisierung.

 

 

 

1.11          Zielhilfsmittel                            sind nicht gestattet.

 

 

 

1.12          Gewehrriemen                          ist nicht gestattet.

 

 

 

1.13          Schießbrille                               ist erlaubt.

 

 

 

1.14          Munition

 

                 Disziplin I: Randfeuerpatronen im Kaliber 22 lfb (.22 lr)

 

                 Disziplin II: Handelsübliche (auch selbstgeladene) Zentralfeuermunition.

 

                                     jedoch keine Vollmantelmunition

 

 

 

2.                   Scheibenentfernung und Scheiben

 

                 Die Scheibenentfernung beträgt  Disziplin I + II Gewehrscheibe 100 m

 

 

 

3.                   Schusszahlen – Schießzeit

 

                 Die Disziplinen I und II bestehen aus je 40 Schuss.

 

                 20 Schuss stehend  in 4 Serien à 5 Schuss in 75 Sek.

 

                 20 Schuss kniend in 4 Serien à 5 Schuss in 75 Sek.

 

                 Ab dem 46. Lebensjahr ist statt kniend der Sitzanschlag erlaubt.

 

                 Beim Wechsel des Anschlages vom Stehend- zum Kniendschießen

 

                 beträgt die Pause max. 10 Min.

 

 

 

                       Probeschüsse

 

                 Vor Beginn der Wettkampfschüsse jeweils 1 Probeserie 5 Schuss in 75 Sek.

 

 

 

4.                   Ergebnisgleichheit

 

                 Bei Ergebnisgleichheit ist nach Regel 0.12.1 SpO zu verfahren.

 

 

 

5.                   Durchführung

 

                 Nach dem Kommando „Laden“ fragt der Schießleiter: „Sind Sie bereit?“.

 

                 kommt kein Widerruf, wird nach 5 Sek. mit dem Kommando „Feuer“ die

 

                 5-Schuss-Serie gestartet.

 

                 Bei Widerruf ist dem Schützen einmalig Gelegenheit zu geben, seine Vorbereitungen

 

                 in einer Zeit von 15 Sek. abzuschließen. Nach Ablauf der Zeit von 15 Sek. kommt

 

                 der Aufruf „Achtung“ und nach weiteren 5 Sek. das Kommando „Start“.

 

                 Nach Ablauf der Schießzeit von 75 Sek. gibt der Schießleiter das Kommando:

 

                 „STOPP“. Ein nach diesem Kommando abgegebener Schuss wird für diese Serie

 

                 nicht gewertet. Dem Schützen wird der beste Treffer auf der Scheibe abgezogen.

 

 

 

6.                   Störungen

 

                 Schießanlage

 

                 Tritt an einer Anlage eine technische Störung auf, die eine korrekte Beendigung

 

                 einer begonnenen Serie verhindert, wird diese Serie nicht gewertet und die Schuss-

 

                 löcher werden abgeklebt. Nach Behebung der Störung wird die Serie wiederholt.

 

                 Eine zusätzliche Probeserie wird nicht gestattet.

 

 

 

                       Waffen und Munitionsstörung

 

                 Wird eine Waffe aus irgendeinem Grunde funktionsunfähig, darf der Schütze unter

 

                 genauester Beachtung der allgemein üblichen Sicherheitsbestimmungen versuchen,

 

                 die Störung innerhalb der Serienzeit zu beheben und das Schießen fortsetzen.

 

 

 

                 Falls die Störung in der Serienzeit nicht behoben werden kann, bekommt der Schütze

 

                 keine Zeitverlängerung. Die geladene Waffe ist zu entladen (entfernen des Magazins,

 

                 falls technisch möglich) und mit offenem Verschluss und Laufrichtung zur Scheibe

 

                 abzulegen. Beachtet der Schütze diese Sicherheitsregel nicht, wird er disqualifiziert.

 

                 Die vor der Störung abgegebenen Schüsse werden für die Serie gewertet.

 

                 Der Schütze darf in der nächsten Serie wieder antreten.

 

                 Ein Tausch der Waffe ist nicht erlaubt.

 

 

 

7.                   Allgemeines

 

                 Die Disziplin I und II werden landesverbandsintern als Einzel- und Mannschaftswettbewerbe

 

                 ausgetragen.

 

 

 

                 Ab der Landesverbandsmeisterschaft wird eine Unterteilung in Vorkampf

 

                 und Endkampf vorgenommen.

 

                 Bis einschließlich Bezirk bleibt es den Veranstaltern vorbehalten, die Disziplin

 

                 wie unter Punkt 5 beschrieben, durchzuführen.

 

                 Die Meldung zur nächsthöheren Meisterschaft erfolgt mit dem Vorkampfergebnis.

 

 

 

                 Bei allen nicht aufgeführten Punkten ist die SpO sinngemäß anzuwenden.

 

 

 

 

                 Voerde, im November 2014                                                   Stand: 10.11.2014